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Der (lange) Weg zum eigenen MUSTANG

Philipp Obenhuber
Geburtsdatum: 28.06.1985
Wohnort: Sommerhausen

Schon als kleiner Junge träumte ich von einem Ford Mustang.
Anfangs wegen der TV-Serie "und Tschüss" in der Benno Führmann einen solchen Boliden fährt.
Eigentlich sollte es ein 64 1/2 Convertible in rot mit weißer Lederausstattung werden.
Doch ich bin sehr stolz auf mein 65er Coupe und finde es klasse dass ich es so bald geschafft habe mir meinen Traum zu erfüllen.

Im April 2006 fand ich meinen Traumwagen im Internet zu einem fairen Preis nachdem ich sehr lange Ausschau gehalten hatte.

Im Juni 2006, nach 2 Monate langem Datenaustausch per Email, Telefon und Fax , unterschrieb ich den mir zugesandten Kaufvertrag und überwies den Kaufpreis nach Kalifornien. Zwei Wochen später ging es dann mit dem Schiff in einem Container  von Escondido CA . nach Rotterdam in die Niederlande.

Der Juli verging, der Sommerurlaub war vorüber und der August neigte sich auch dem Ende.
Es war eine sehr lange Wartezeit bis endlich mein Handy klingelte und sich die Spedition aus Holland meldete und mir mitteilte dass mein Mustang heil und unversehrt angekommen ist.
Jetzt musste er nur noch 750km weiter süd-östlich nach Sommerhausen gelieferten werden.
Am 01.September 2006 war es endlich soweit, zusammen mit einem Cadillac auf dem Hänger eines LKWs wurde mein staubiger 65er Ford Mustang abgeladen und wir stellten ihn in der Halle unter.
Über das Wochenende wurde er startklar gemacht, bevor wir am 04.09.2006 mit Kurzzeitkennzeichen zur ersten Probefahrt aufbrechen konnten.

GEILES GEFÜHL ;-)

Leider war der Sommer nun zu kurz um mit dem Umrüsten zu beginnen und er verbrachte den Winter über in der Halle.

Nach dem Winter wurde er zurück in die Werkstatt geschafft und von meinem Kumpel
(der schon einige Nerven an diesem Auto verloren hat;-) für den TÜV fertig gemacht.

Ordnung und Erneuerung der kompletten Verkabelung

Austausch der Scheinwerfer durch H4
Anschluss der Lüftung
Lenkradaustausch inkl. Narbe und Hornbutton
Wechsel des Blinkermoduls
Nachrüstung der Warnblinker
Austausch der Zündkerzen
Einbau einer Hupe
Erneuerung der Bremsen
Erneuerung des linken hinteren Tragegelenks
Öl- und Filterwechsel
Einschlagen der Fahrgestell nummer
Befestigung des rechten Kotflügels
Austausch der rechten Motoraufhängung

Am 30. Mai hatten wir endlich den 1. TÜV-Termin, ja der ERSTE.

Leider hatte der TÜV was gegen ein paar Kleinigkeiten und brachte teils lustige Vorschläge zur Umrüstung ein.

Meinte der erste Prüfer tatsächlich dass wir das Rücklicht auch wirklich in drei Kammern für Blinker, Brems- und Rücklicht aufteilen sollen. Außerdem sollten wir Reflektoren an der Stoßstange anbringen, neue Reifen aufziehen, Ident-Nr. in die Karosse schlagen und dass genietete Schild auf dem die Nummer stand wieder rausreißen.

Also noch einiges zu tun laut TÜV.

Zwei Wochen später hatten wir dann einen Termin beim Chef, er überprüfte unsere Korrekturen und checkte noch mal alles ab. Nach Zwei Stunden war es vollbracht und mein Mustang hatte endlich den DEUTSCHEN TÜV.

Jetzt musste ich NUR noch zur Zulassungsstelle um ihn anzumelden.

Auf der Zulassungsstelle um viertel vor 12 angekommen wurde ich freundlich empfangen mit einem:

„jetzt müssen Sie noch um 5 nach 12 hier reinkommen“. Ich erwiderte mit der richtigen Uhrzeit und ging nicht weiter darauf ein. Mein Fall wurde bearbeitet und ich war großer Hoffnung dass alles funktionieren würde. Die Beamten sahen sich Tüv-Bericht, H-Gutachten, Amerikanischen Titel, Kaufvertrag und Personalien durch.

Alles Passte und ich sollte meine normalen Kennzeichen holen. Ich erklärte ihnen dass ich die kleinen amerikanischen oder die schmalen Motorradkennzeichen benötige, da ein Langes nicht in den vorhergesehenen Platz am Auto passen würde.

Die Beamten gaben mir deutlich zu verstehen dass sie keine Lust mehr hatten am Freitag 10 vor 12 zu arbeiten. Sie erklärten mir dass ich lediglich ein kleines Kennzeichen für Hinten bekommen würde da hierfür eine Eintragung vom Tüv vorliegt.

Nun brachten sogar die Beamten vom Landratsamt Umrüstungsvorschläge ein. Ich solle doch meine Front umbauen, damit ein langes Kennzeichen passt;-)

Nach 10 min. langen Diskutieren habe ich mein Sachen gepackt und bin gegangen.

Ich fragte beim Tüv nach, ob sie mir noch für das vordere Nummernschild die Maximalgröße eintragen. Dieser Wunsch wurde jedoch abgelehnt und ich wurde zweimal an eine andere zulässige Stelle verwiesen. Die Nerven lagen blank.

Die Woche darauf versuchte ich mein Glück auf dem Landratsamt in Würzburg.

Nach 1 ½ Stunden Warten wurde endlich meine Nummer aufgerufen.

Die Dame am Schalter sah sich meine Unterlagen an und fragte mich wo denn die Zollbescheinigung sei.

Eine Zollbescheinigung hatte ich noch nie gesehen. Sie lies das noch von ihrem Chef bestätigen und schickte mich auf das Zollamt zur Nachverzollung.

Auf dem Zollamt in Dettelbach (Mainfrankenpark) erklärte ich den Beamten dass ich meinen Wagen der im September 2006 angekommen ist, Nachverzollen möchte (das hätte mich knapp 1000€ gekostet).

Dieser erklärte mir was von Steuerhinterziehung da es solange her ist und ich bei der Spedition noch einmal Nachfragen sollte.

Weiter geht’s in kurzer Fassung:

ich versuchte es noch einmal auf der Zulassungsstelle in Ochsenfurt. Hat nicht funktioniert.

Im Anschluss versuchte ich die Spedition in Holland zu erreichen. Nach vier Tagen bekam ich endlich ein Lebenszeichen von ihnen und nach einer weiteren Woche erhielt ich die Zoll- Bescheinigung.

Am 5. Juli (über einem Jahr nachdem ich den Mustang bestellt hatte) bekam ich endlich meine feste Zulassung und KLEINE Kennzeichen (nicht die ganz Kleinen, aber immerhin).

Das war das Erste und das Letzte mal das ich ein Fahrzeug Importiere! Oder?

Das Buch „MEIN KAMPF - mit den Behörden“ wird demnächst erscheinen ;-)

Im Großen und Ganzen bin ich natürlich froh dass ich es gemacht habe, denn das Fahren mit meinem 65er Ford Mustang ist ein Traum und entschädigt sämtlichen Aufwand und Stress.

Nicht zu vergessen!

Vielen Dank an die Leute die es überhaupt möglich gemacht haben und mich so fleißig unterstützen.

VIELEN DANK...